In der Aufbruchstudie "Gott nach dem
Kommunimus" wurden in einigen Ländern auch orthodoxe Personen befragt.
Bei der Auswertung wurde fraglich, ob das eingesetzte
Forschungsinstrument, das protestantische und katholische Religiosität
und Kirchlichkeit in bewährter Weise mißt, auch für orthodoxe
Frömmigkeit und Kirchlichkeit taugt. Das führte zur Entwicklung des
sogenannten "Orthodoxieprogramms".
Sein Ziel ist es, Religionsforschung innerhalb der Orthodoxie zu fördern.
Mehrere Teilprojekte wurden dazu in Gang gesetzt:
- Frau Inna Naletova, eine Schüler von
Peter L. Berger (Boston), selbst Russin, wurde für drei Jahre nach
Moskau geschickt, um den Stand der Religionsforschung in Russland zu
erheben. Sie macht mit dem Material ihre Doktorarbeit in Boston.
- Zwei Absolventen der orthodoxen
Ausbildungsstätt in Minsk erhielten ein Stipendium. Frau Olga
Martinovich studiert in Wien die Geschichte der Weissrussischen Kirche
nach dem Kommunismus. Ihr Mann Vladimir Martinovich, eine orthodoxer
Theologe, sucht nach den Möglichkeiten einer der Orthodoxie
angemessenen Religionsforschung ("Mitgliedschaft iun der
Weißrussiuschen Kirche nach dem Kommunismus".
- Es wurde ein Symposium mit orthodoxen
und katholischen Fachleuten in Minsk durchgeführt. Metropolit Filaret
lud die Teilnehmenden am Symposium zu einem Mittagessen ein und
unterstrich damit sein kirchlichenpolitisches Interesse am Projekt.